Earth Ball Riders

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Wir rasen mit dem Erdball gerade in einer Geschwindigkeit von 1,600 km/h! 
HALT INNE, WENN DU DAS LIEST, UND DENK DARÜBER NACH, WELCHE AUSWIRKUNGEN DIE HERSTELLUNG DEINES FAHRRADS UND DEINER AUSRÜSTUNG AUF UNSEREN PLANETEN HAT. 


Earthball Riders Foundation

Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Fahrrad-Marken, Designer, Hersteller und Radsportler mit dem Ziel, die Haltung der Industrie und der Verbraucher im Hinblick auf die bei der Produktion eingesetzten Materialen und Verfahren zu hinterfragen. 

Die Eartball Riders Foundation möchte die Fahrradindustrie zu einem Umdenken bewegen. Bisherige Produktionsformen sollen hinterfragt und neue, verantwortungsbewusste Methoden eingeführt werden.

Die Initiative, die in kürzester Zeit grosse Beachtung durch Vertriebsfirmen, Marken und Radsportler erfuhr, wurde von SPANK Industries und iXS Sports Division ins Leben gerufen. Alle Beteiligten wollten in einen offenen Dialog zum Thema treten.

„Carbonfaser und Textilien sind oftmals schwierige Themen“, erklärt der Vorstand der Stiftung Gavin Michael Vos. „Natürlich denkt jeder einmal über diese Dinge nach, aber sehr selten geht man dabei tiefer und hinterfragt, welche Auswirkungen diese Materialien und Herstellungsmethoden auf lange Sicht haben.“

„Die Earthball Riders Foundation möchte einen Dialog anregen und den Verbrauchern und der Industrie Informationen über die „DNA“ der jeweils von ihnen gewählten Produkte vermitteln“, fügt Pascal Haf, Brand Manager für iXS  hinzu.


Bryson von DVO Suspension (links) verpflichtet sich den Zielen der Earthball Riders Stiftung, auf dem Bild mit Stiftungsvorstand Gavin Vos. Mountainbike-Legende Hans Rey unterzeichnet als Unterstützer der Earthball Riders Foundation.

Sowohl SPANK Industries als auch iXS Sports Division setzen bei ihrer Produktentwicklung seit vielen Jahren bewusst auf den Einsatz nachhaltiger Materialien und Produktionsweisen. Beide behaupten sich am Markt ohne jede Carbonfaser in ihrem Produktportfolio – und das in einem Sektor, in dem die Auffassung weit verbreitet ist, dass Carbonfaser der Massstab schlechthin ist.

„Wir sind nicht vollständig gegen Carbonfaser“, sagt Stiftungsgründer Gavin Vos, „ wir sind nur gegen die Art, wie Kohlenstofffaser in der Fahrradindustrie eingesetzt wird. Verbraucher werden mit Marketing-Aussagen bombardiert, nach denen Carbonfaser das Top-Material ist. Wir sind der Ansicht, dass dieses Material dadurch eine viel zu grosse Ausbreitung am Massenmarkt gefunden hat. Die meisten Produkte sind zu hochwertig für den Bedarf der Verbraucher.“ 

SPANK Industries hat sich gezielt darum bemüht, sichere und erschwingliche Alternativen zum exzessiven Einsatz von Carbonfaser in der Fahrradindustrie zu entwickeln. „Die Verwendung von modernen Legierungen und Ausschäum-Verfahren sind gute Beispiele für sichere und verantwortungsvolle Alternativen zu Carbonfaser. Man muss aber dazusagen, dass auch die Legierungsverarbeitung ihre Auswirkung auf die Umwelt hat, aber die Vorteile – einschliesslich der praktisch endlosen Lebensdauer (Wiederverwertbarkeit) und Wirtschaftlichkeit – wiegen die Nachteile auf. Daher ist dieses Verfahren die nachhaltigste Option, die derzeit verfügbar ist.“ 

Pascal Haf teilt diese Ansicht im Bezug auf das Helmdesign und die Helmherstellung. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, bei unserer preisgekrönten Produktlinie der Trail- und Fullface-Helme keinerlei Carbonfaser einzusetzen. Wir erkennen die Vorteile von Carbonfaser an, glauben aber, dass es eine sehr kleine Nische im Fahrradsektor besetzt. Wir sprechen uns gegen die exzessive Nutzung dieses nichtwiederverwendbaren Materials in der Massenproduktion aus.“ 

„Als eine Firma, die Sporttextilien in Top-Qualität herstellt und vermarktet, legen wir grossen Wert auf den Aspekt der Nachhaltigkeit, nicht nur im Bereich der Rohmaterialien, sondern auch hinsichtlich der Beschaffung und Verarbeitung dieser Materialien bis hin zum Vertrieb des fertigen Produkts am globalen Markt“, erläutert Haf weiter.


SportsNut, vertreten durch Sven Mack (Mitte), verpflichtete sich dem Earthball Riders Manifest. Auf dem Foto zu sehen mit Gavin Vos (links) und Pascal Haf, iXS Brand Manager und Führungsmitglied der Earthball Riders Foundation.

iXS verwendet bei der Herstellung ihrer Trail-, Freeride- und Fahrradbekleidungsprodukte Materialien aus recyceltem Plastik von PET-Flaschen. Das Ergebnis ist ein Textilprodukt aus Polyester in Top-Qualität. Gleichzeitig werden im Herstellungsprozess bis zu 50 % Energie und 50 % CO2-Emissionen eingespart.

Es sind nur wenige Fakten und Zahlen verfügbar, die etwas über die möglichen Gesamtauswirkungen der derzeit am Markt vorherrschenden Carbonfaser-Produktion aussagen. Insgesamt gibt es weltweit eine kleine Anzahl von rund sieben Betrieben, die das Carbonfaser-Rohmaterial herstellen. Die Produktionsprozesse werden gut abgeschirmt, und es wird kaum auf die Bedenken reagiert, dass hochgiftige Prozesse und ein extrem hoher Energieverbrauch ein notwendiger Teil der Herstellung sind.   

Bei einer Google-Suche nach Fahrradrahmen und Felgen aus Carbonfaser stösst man auf erschreckende Bilder von Mülldeponien, auf denen sich Rahmen und Räder stapeln. Verantwortungsbewusste Hersteller von Carbonfaser-Rahmen haben Initiativen gestartet und um die Rückgabe von Carbonfaser-Rahmen zu Recyclingzwecken gebeten. Aber es existiert derzeit noch keine funktionierende Recyclingmethode für Carbonfaser. 

Earthball Riders Foundation signatories.
Banshee Bikes unterstützen gemeinsam mit vielen anderen das Anliegen der Earthball Riders Stiftung. Karl von Pinkbike (rechts) verpflichtet sich den Zielen der Stiftung, hier zusammen mit Gavin Vos.

„Wenn wir den Sport im Freien noch lange so geniessen wollen, wie wir es heute tun, müssen wir bei der Wahl der von uns verwendeten Produkte verantwortungsvoll sein“, sagt Gründungsmitglied der Earthball Riders Stiftung und Biker Richie Schley.

Es geht aber nicht nur um die Umweltbelastung. Auch die hohen Kosten der Carbonfaser-Produkte stellen ein Hindernis für das potentielle Wachstum der Sparte dar. 

Bislang sind folgende Firmen und Personen Mitglied der Earthball Riders Stiftung: SportsNut Gmbh, Bikestrike, Crankworx, Live to Play Sports, Hans Rey, Richie Schley, Geoff Gulevich, Fratelli Industries, Anvil Industries, The Gravity Cartel, Intercycle AG, Mountain Bike Rider Magazine und Spoke Magazine.
 


DIE EARTHBALL RIDERS STIFTUNG MÖCHTE EINEN DIALOG ANREGEN UND DEN VERBRAUCHERN UND DER INDUSTRIE INFORMATIONEN ÜBER DIE „DNA“ DER JEWEILS VON IHNEN GEWÄHLTEN PRODUKTE VERMITTELN


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